Eine neue Methode zur Bekämpfung von Knochenschmerzen bei Tumormetastasen nutzt gebündelte Ultraschallwellen, um entartetes Gewebe zu zerstören. Die Magnetresonanztomographie-gestützte Ultraschallbehandlung (MRgFUS) erzielte in einer kleinen deutsch-israelischen Studie vielversprechende Ergebnisse.
Ultraschall kann gebündelt und auf Tumorgewebe gerichtet werden. Hierdurch werden die Tumorzellen erhitzt und gehen zugrunde. Dabei wird die Behandlung durch Magnetresonanztomographie (MRT)-Bilder überwacht, damit keine umliegenden gesunden Körperstrukturen verletzt werden können. Dieser Eingriff heißt Magnetresonanztomographie-gestützte Ultraschallbehandlung (MRgFUS).
Ob diese Methode auch zur Schmerztherapie bei Knochenmetastasen eingesetzt werden kann, untersuchten israelische und deutsche Wissenschaftler. 13 Patienten, bei denen andere Schmerztherapien nicht angeschlagen hatten oder nicht durchführbar waren, wurden mit MRgFUS behandelt. Ein Großteil der Patienten berichtete über eine anhaltende Besserung der Schmerzen, bei den meisten konnte die Dosis der Schmerzmedikamente reduziert werden.
Die Wissenschaftler beurteilten die Ergebnisse ihrer Untersuchung als vielversprechend. Möglicherweise kann die MRgFUS im Kampf gegen Knochenschmerzen einen Platz neben den etablierten Therapien, Operation, Bestrahlung, Schmerzmedikamente und Bisphosphonate, einnehmen.
Catane R, Beck A, Inbar Y, et al. MR-guided focused ultrasound surgery (MRgFUS) for the palliation of pain in patients with bone metastases - preliminary clinical experience. Ann Oncol 2007; 18:163-167.