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Krebskranke Kinder leiden gehäuft an Knochenschwund

Kinder mit einem Krebsleiden haben ein erhöhtes Risiko für Knochenschwund. Experten meinen, die Gründe hierfür sind mangelnde körperliche Bewegung und Therapienebenwirkungen. Ein erhöhtes Augenmerk sollte daher auf die Vorbeugung und Behandlung des Knochenabbaus bei den Kindern gerichtet werden.

Ein stabiler Knochen entsteht durch ein ausgewogenes Verhältnis von knochenbildenden und knochenabbauenden Prozessen. Einige Faktoren, wie Hormonveränderungen, Medikamente, Ernährungsgewohnheiten und körperliche Aktivität, beeinflussen dieses Verhältnis und damit die Stabilität eines Knochens.
Bei Kindern, die aufgrund einer Krebserkrankung Chemotherapie oder eine Bestrahlung im Kopfbereich erhalten, findet man gehäuft Knochenschwund. Dies liegt zum einen an den Nebenwirkungen dieser Therapien. Zum anderen bewegen sich die Kinder krankheitsbedingt weniger. Die Folgen können Knochenschmerzen, Gangprobleme und ein langfristig erhöhtes Risiko für Knochenbrüche sein.
Erfreulich ist, es gibt eine Therapie. Der Knochenaufbau kann bei den betroffenen Kindern angeregt werden. Bewegungstraining und eine kalziumreiche Ernährung sind dabei wichtig. Aber auch Medikamente, die zur Behandlung von Knochenschwund bei Frauen nach den Wechseljahren eingesetzt werden, die Bisphosphonate, können hier helfen.
 
Sala A, Barr RD. Osteopenia and cancer in children and adolescents: the fragility of success.
Cancer 2007; 109:1420-1431
 

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